Emma Simonius-Vischer (1893-1976)

Mehr als achtzehn Jahre lang überlebte Emma Simonius-Vischer ihren Gatten Paul Simonius, und bis zu ihrem Tod blieb das Haus am Hirzbodenweg ihr geliebtes Heim und der Mittelpunkt der weiteren Familie, wohin die Tochter und die Söhne mit ihren Gattinnen und ihren Kindern immer wieder freudig zurückkehrten. Emma Simonius-Vischer kam am 16. Februar 1893 als das dritte von sieben Kindern des Advokaten und Notars Dr. Wilhelm Vischer-Iselin zur Welt. Nach dem frühen Verlust ihrer Mutter, einer Tochter von Dr. Heinrich Philipp Sigismund Iselin-Passavant im «Seidenhof» am Blumenrain, lebte sie mit ihrem Vater im Haus Rittergasse 31, um dann während eines Aufenthaltes in Paris ihre künstlerischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln. 31-jährig reichte sie Paul Simonius die Hand zum Lebensbund. Mit ihm zog sie an seine Wirkungsstätte in Bosnien, wo sie dank ihrer Leichtigkeit in der Erlernung fremder Sprachen rasch einen lebendigen Kontakt zu der dortigen Bevölkerung gewann. Mutig stand sie ihrem Gatten in den schweren Jahren seiner Krankheit auch im Geschäftsleben bei, bis sich mit dem Verkauf seines Unternehmens für die Familie die Möglichkeit der Rückkehr in die Schweiz eröffnete. In der «Sandgrube» und in der Villa am Hirzbodenweg schuf Emma Simonius-Vischer ihren Angehörigen und zahlreichen Freunden ein beglückendes, von ihren vielseitigen musischen Begabungen und ihrer Lebensfreude durchstrahltes Heim. Der schwere Schicksalsschlag, der sie mit dem Tod ihres Gatten im Jahr 1958 traf, lähmte die Energie der vitalen Frau nicht; tatkräftig bahnte sie ihren damals noch in der Ausbildung stehenden Kindern den Weg ins Leben, und liebevoll nahm sie ihre beiden Schwiegertöchter in den Kreis ihrer Familie auf, die sich im Lauf der Jahre mit der Geburt ihrer vier Enkelkinder erfreulich erweiterte. Trotz mehrfachen Krankheiten und Operationen bewahrte sie ihre positive Lebenseinstellung, bis sie sich im Herbst 1976 nach einem letzten Aufenthalt auf dem geliebten Landgut St. Romay im Baselbiet in Spitalpflege begeben musste und am 1. Dezember zur ewigen Ruhe einging. Von ihren Erben wurde die Villa am Hirzbodenweg zwei Jahre später durch die Hibo Immobilien-AG, eine Schwestergesellschaft der Internationalen Treuhand AG, erworben.

Emma Simonius-Vischer